Samstag, 19. November 2011

Die Tempel von Angkor

Um 4:30 Uhr aufstehen. Kein Frühstück. Alles ist dunkel, außer die Sterne am Himmel. Mit dem Tuk Tuk auf holprigem Wege aus Siem Reap rausfahren. Halt. Leichte Umrisse in der Ferne sind zu sehn. Alle Menschen laufen nach links weil es ihnen von den Kambodschanern die zufaellig ihre Verkaufsstände in der Ecke haben so empholen wird. Ich Lauf gerade aus, will näher ran. Bin alleine. Ich hör die Grillen zirpen, die Voegel unbekannte Lieder singen. Aus der Ferne tönt das Echo eines schreienden Affen irgendwo in der Wildnis Kambodschas. Trommeln. Die traditionellen mystischen Melodien der Khmer werden gespielt. Und aufeinmal sind die ersten Sonnenstrahlen zu sehen. Ich darf nun erleben wie die Sonne hinter dem imposantesten Gebäude aufgeht, welches ich je gesehn habe: Angkor Wat, das Wahrzeichen des Königreiches von Kambodscha. Während der lilablaue Himmel von den Orangetönen der Sonne durchstochen wird, wird unten die ganze Umgebung von einer derartig starken, kosmischen und spirituellen Aura umgeben, dass jede Ehrfurcht vor diesem alten Tempel grade zu aus einem rausgepresst wird. Es ist als würde eine uralte Gottheit die 1000 Jahre geschlafen hat wieder erwachen. Und ich bin live dabei.


Angkor Wat ist das Wahrzeichen Kambodschas und Teil der Nationalflagg... man sieht die Umrisse von Angkor Wat einfach ueberall.




Die Region Angkor war früher das Zentrum des mächtigen Khmer-Reiches welches damals große Teile von Thailand,Laos und Vietnam beherrschte. Aufgrund neuartiger Bewässerungssysteme gelang das alte Reich der Khmer zu großem Reichtum. So konnten zu der Zeit die imposanten Tempelanllagen und Gebäude in der Region um Angkor errichtet werden. Damals waren die Khmer noch hinduistisch und so war das im 12.Jh erbaute Angkor Wat ( Angkor = Stadt, Wat = Tempel ) der Gottheit Vishnu geweiht.

Fast genauso imposant und noch groesser ist Angkor Thom (Thom = groß -> Angkor Thom = große Stadt). In Angkor Thom steht auch der beeindruckende Bayon Tempel der Schauplatz einer Szene im ersten Tomb Raider Film ist. Zurück zu unserem Ausflug. Die neuen Voluntaere sind also nach Angkor gefahren um sich die Tempel anzuschauen und Angkor Wat bei Sonnenaufgang erleben können. Die Qualen die ich dadurch in Kauf nehmen musste, waren es aufjedenfall Wert. Nachdem Sonnenaufgang haben wir uns Bayon angeschaut.





Ich hoffe ihr koennt euch anhand der Fotos irgendwie vorstellen wie krass der Bayon ist. Jeder Turm hat 4 Buddha Gesichter. Eins auf jeder Seite. Es ist einfach nur riesig.


Wir hatten einen Top Tourguide: Buty. Seine Eltern
haben die Zeit der roten Khmer nicht überlebt und er wurde von seinem Onkel in den Tempel geschickt wo er 5 Jahre als Mönch gelebt hat. Keine ungewöhnliche Sache in Kambodscha. Dieser Mann hat soviel Herzlichkeit und Freundlichkeit ausgestrahlt dass man ihn einfach gern haben muss. Er spricht wirklich perfektes Englisch und es ist extrem angenehm ihm zuzuhören. Ich schätz mal als Tourguide gehört er zu der oberen Mittelschicht. Er hat uns erzählt wie er zur Weihnachtszeit einmal im Jahr nach Sihanoukville ( Strandstadt in Kambodscha )mit seinen Freunden reißt und sein größter Wunsch ist es eines Tages mal echten Schnee zu sehen.

Nach Bayon kamen ein paar unwichtige Nebentenpel und der Tomb Raider Tempel, der ebenfalls Schauplatz im Film ist. Anschließend gabs ein teures Mittagessen in einem Tourilokal. Da uns die meisten Tempel ziemlich ausgelaugt haben wegen der brutalen Hitze und den vielen Treppen und Fußmärsche usw sind 4 Maedls zurück nach Siem Reap gefahren. Pech für sie denn so haben sie verpasst das Angkor Wat von innen zu sehen. Nach 10h Tempel, Schweiß und Tränen waren wir einfach nur am Ende. Abends in Siem Reap war ich noch mit 3 Voluntaeren essen und war dann glücklich endlich ins Bett gehn zu können. Denn der nächste Tag sollte wieder lang werden...

Freitag, 18. November 2011

Fermentierte Fischpaste

Gestern war (mal wieder) ein erlebnisreicher Tag, da die Neuankoemmlinge von Interweave ihr Orientationsprgramm hatten, welches um 10 Uhr mit einem Meeting begann. Das Orientationsprogramm besteht aus einem Ausflug durch Siem Reap, Angkor und dem See Tonle Sap.
Um 10 vor 10 aufgewacht, musste ich mich also beeilen mit der Dusche, dem Zaehneputzen, dem Papierkram usw. Ich kam um viertel nach an und musste feststellen dass es fuer mich kein Fruehstueck gab, da ich vergessen hab am Tag davor meine Wunschspeise zu bestellen.
Nach diesem erfolgreichen Start in den Tag freute ich mich umso mehr als wir uns entschlossen haben nach dem Meeting ( welches aus einer kurzen Vorstellung und ein paar kurzen allgemeinen Infos bestand) in ein vegetarisches Restaurant essen zu gehn. Mittlerweile hab ich mich auch an die Kueche der Khmer gewoehnt, ja sogar mich in sie verliebt, aber das beste Khmer Essen gab es an jenem Tag in jenem vegetarischen Restaurant.

Ich war schon 2 Tage davor in einem Streetfood Lokal der Khmer gegenueber der Uni gewesen mit einer sehr interessanten Person: Vincenc aus Frankreich. Der gute hat sich vorgenommen mit seinem Kollegen der ebenfalls Interweave Volutaer ist, ein wenig die Welt abzureisen..undzwar mit einem Fahrrad. Von Bangkok aus gestartet sind die beiden hierher geradelt um ein bisschen zu arbeiten. Ihre Reiseroute fuehrt sie von Kambodscha, ueber Laos, Vietnam, China, Kyrgisien usw. bis nach Frankreich zurueck. Das alles bringt er in Textform und schmueckt es mit professionellen Zeichnungen und Photos um es in einem Buch zu veroeffentlichen. Zudem schreibt er fuer die Zeitschrift einer linken Bewegung in Frankreich. Ziemlich krasses Projekt. Ich hatte die Ehre mich mit diesem Kerl, der sich sowohl auch mich als Switcher ( alternativ Denkende, Feinde des Systems ) bezeichnet, ein langes Gespraech zu fuehren. Wir haben uns ausgiebig ueber Gott und die Welt unterhalten, und ich denk auch beide einiges mitgenommen.

Naja zurueck zu dem vegetarischen Khmer Restaurant. Es gab alle moeglichen Fleischimitate, die aber nicht wie in Deutschland aus Tofu bestehen, sondern aus einem chinesischem Riesenpilz. Alle Voluntaere die mir zuvor davon berichtet haben waren sehr begeistert von Geschmnack und Konsistenz der Dinger.


















Nach einer kurzen Pause in Thidas House waren wir auch schon bereit fuer unseren Ausflug. Das Ziel: der neue Markt. Der war echt krank. Es ist eine Art duesteres Labyrinth von Staenden mit ekligen Sachen, und mit leckeren Sachen und mit allem Moeglichen. Der neue Markt ist auch leer von Touristen..kein Wunder. Der Markt wird alles andere als einladend und ist auch von Armut gepraegt...
Aber die fermentiere Fischpaste laesst sich durch nichts entschuldigen. Nja wer Eier hat oder zeigen will dass er welche hat, darf mich ja mal fragen ob ich ihm welche mitbringen will ;)
Ich bin sicher es werden noch andere Oertliche Leckereien im Angebot sein wie z.b frittierte Spinnen oder die Nuesse die die alten Omis hier immer kauen und davon high werden...

In Siem Reap gehn die Bullen um 22Uhr nach Hause dannach steigt die Kriminalitaetsrate, eineVoluntaerin aus dem Hause Thida war auch schon live dabei als einem TukTuk Fahrer das Messer ins Kreuz gerammt wurde. Aus diesem Grund will auch ich nicht mit Wertsachen wie meinem iPhone rumlaufen um die Uhrzeit..aber trotzdem erreichbar sein. Also hab ich mir folgendes Schmuckstueck geholt anstatt mein iPhone zu unlocken was hier kein Problem ist...




Der naechste Stop war der alte Markt, der eigentlich genauso strange is wie der neue, dafuer aber kleiner und voller Touris. Aber es gab hier auch alles moegliche...
Alles was man so will und nicht will...




Aber kommen wir zur besten Zeit des Tages: dem Abend. Fuer die neu angekommen Voluntaere stand
also ein Willkommensdinner ein einem Khmer Restaurant auf dem Plan.Womit ich nicht gerechnet hab war dass ich in einem derartig noblen Lokal lande..nach all den Leckereien die ich heut gesehn hab war mein Geschmacksnerv vllt etwas vorbelastetaber das regelte sich wieder beim Anblick dieses Buffets.

























Und das ganze wurde begleitet von einem netten Theaterstueck des traditionellen Schattenspiels der Khmer.
Soviel ich mitbekommen habe ging es um kaempfende Bueffel und um Gut und Boese aber ich hab auch nur Bueffel rausgehoert, da die eine Haelfte auf Khmer war und die andere auf Khmenglisch. Fragt mich nicht wieso..

Aber wie immer wurde die ganze Arbeit von Kids gemacht...jaja Kambodscha ;)


Der Abend sollte aber nach diesem feinen Dinner weitergehen...Also sind ein paar von uns ins Warehouse gegangen eine Bar in der Pub Street. Dort sollte an dem Abend eine Quizz Runde zu Gunsten einer Schule die von Interweave Voluntaeren unterstuetzt wird. In einer ca 12 Mann Gruppe bestehend aus fertig studierten und Abiturienten haben wir es bis zum letzten Platz geschafft, und muessten einen Knoblauch Schnapps trinken..aber ich hab mir mit den anderen ein Tuk Tuk geteilt und bin schon frueher abgehauen :D

Und dann um 1 Uhr endlich eingeschlafen in dem Wissen dass es am naechsten Tag um halb 5 in der frueh weitergeht Richtung Angkor. Eine ganz spezielle Erfahrung...aber mehr gibts erst im naechsten Post ;)

Dienstag, 15. November 2011

Ecstatic Pizza

Mich von meinem Tuk Tuk Abenteuer am Vorabend erholt, bin ich aufgewacht und hab mir von Binh mein lekceres Fruehstueck geben lassen; Hot Bread with 2 kinds of cheese. Unten mit den anderen Voluntaeren zu fruehstuecken macht Spass, ich hab die Leute echt gern. Da die aber alle mit der Vorbereitung ihrer Unterrichtsstunden beschaeftigt waren, hab ich mich auf dem Weg in ein neues Internet Cafè gemacht und wieder dasselbe Problem: Kein Card Reader. Keine Fotos. Langweiliger Blog.
Dies nur zur Erklaerung.
Am Vorabend hab ich das Internet Cafè in der Mall total vergessen, also sagte ich dem Tuk Tuk Fahrer er soll mich zur Mall fahren. Nja zudem Zeitpunkt wusst ich noch nich wie die Malls hiessen, aufjedenfall bin ich dann in der Lucky Mall ausgestiegen, die garnicht so lucky war. Sie war zwar neu und gross aber die Haelfte der Raeume da waren noch nicht vermietet. Und wirklich viele Besucher waren da auch nicht drin..vllt 20 oder 30. Zuerst habe ich mir dort alle Sachen mal in Ruhe angeschaut und im obersten Stock eine wirklich interessante Entdeckung gemacht: das Lucky Shabu House. Ein Running-Sushi mit allen moeglichen japanischen Haeppchen fuer 5USD in einem All-You-Can-Eat Angebot. Da in Deutschland Sushi ziemlich teuer ist, wunderte ich mich dass sich vor dem Lokal keine Schlange gebildet hat. Das Restaurant war wirklich lang, neu und nobel eingerichtet dennoch waren nur 5 Besucher drin. Ich werd die Tage sicherlich Gelegenheit dazu finden das alles genauer abzuchecken.

Als naechstes lief ich in den Supermarkt im Erdgeschoss. Hierzu ein paar Bilder.
Das sind die Zigaretten der Khmer. Und du zahlst nicht 3 Dollar fuer eine Schachtel du zahlst 3 Dollar fuer eine Stange! So billig dass sich bis jetzt kein Voluntaer getraut hat sie zu probieren.

Die ''normalen'' Kippen sind auch nicht wirklich teuer..
Hier zahlt man fuer eine Stange Marlboro 10dollar, 40ct. also 1dollar und 4ct pro Schachtel. In Deutschland zahlt man pro Schachtel 5 Euro. In Dubai zahlt man fuer 2 Stangen Marlboro 17dollar. Von billigeren Kippen hab ich bis jetz noch nichts gehoert. Und auch noch Originale.


Wer auf Fanta steht wird in Kambodscha auch sicherlich zu seinen Gunsten kommen.






Und haett ich ein wenig Khmer verstehen und lesen koennen dann haett ich auch gewusst das das Red Bull hier keine Kohlensaeure hat.














Nja ich hatte genug von der Mall und wollte jetz endlich mal was essen. Also bin ich ein Tuk Tuk gestiegen und bin zu Ecstatic Pizza gegangen. Und dort hab ich gleichmal ein kalten erfrischenden Kokonussshae und eine "very happy" Margherita bestellt.
Ich weis nicht wieviel "happy" die da reingemacht haben aber ich war nach circa ner Stunde fuer 4h very happy. Ich entschloss mich diese geniale Zeit in der Haengematte unter den Palmen bei Sonnenschein zu verbringen und traeumen.



 Dannach hab ich mich noch ein wenig hingelegt bis ich zusammen mit den anderen Voluntaeren losgezogen bin. Die zwei neuen Maedls aus Schottland und Wales und ich mussten ein Tuk Tuk nehmen da wir noch kein Fahrrad hatten. Wir sind zur old market area gefahren in ein Khmerlokal an der Strasse. Dort hab ich mir einen Bananashake fuer 75cent und gebratene Nudeln mit gebratenem Gemuese und einem gebratenen Ei darueber fuer 1.25dollar bestellt und war sehr zufrieden. Okaz der Shake war sicherlich nich der gesuendeste bei dem seltsamen Pulver dass die da reintun...aber der leckerste!
Dannach sind wir in eine Shisha Bar in eine Seitengasse gegangen. Auf der Strasse vor der Bar waren flauschige lilane Luftmattratzen auf einem farblich zusammenpassenden Teppich gelegen und in der Mitte dieses Sitzkreises war ein kleiner Tisch auf welchem eine Shisha stand. Sehr nice! Dort hatten wir 1 -2 drinks und sind auch schon weitergezogen. Die meisten anderen Voluntaere sind schon nach Hause gegangen um zu schlafen, da sie morgen unterrichten sollten. Nicht so wie Jamie, Michael (ein laessiger Deutscher den ich an dem Tag kennenlernen durfte), Wiepke (eine ebenfalls neukennengelernte und ebenfalls Japan-interessierte Deutsche) und ich, denn wir sind noch weitergezogen in eine Bar wo das Bier nur 50ct kostet. Gut, wer mich kennt weis dass ich kein notorischer Biertrinker bin, aber dieses Angkor Draft Beer ist ueberraschend gut. 

Nja dannach sind die anderen nach Hause gefahren und ich msuste wieder ein Tuk Tuk nehmen. Und wieder verirrte ich mich. 

Problem 1: Mein Magen hat sich angefuehlt als wie ein vom Todesstern getroffener Planet und der Weg wurde immer holpriger und unbekannter.
Problem 2: Nach 15 Minuten angekommen hat ich keine Zeit mehr dem Tuk Tuk Fahrer sein Geld zusammen zu suchen also hab ich ihm den ersten Schein gegeben den ich gefunden hab. 5 dollar.
Problem 3: Ich bin ins falsche Haus aufs falsche Klo gegangen.
Problem 4: Ich hatte kein Klopapier mehr nach 2 Minuten
Problem 5: Ich hatte kein Muelleimerr um das Klopapier weg zu werfen.
Problem 6: Ich hatte kein fliessendes Wasser um zu spuelen, mir die Haende zu waschen oder sonst was...
Problem 7: Es war Nachts, alle schliefen.

T.I.C - This is Cambodia

 

Montag, 14. November 2011

Thida Gue Hou ?

Nach meiner kleinen Hangover Nacht sind wir wieder gegen halb 10 zu Thidas Haus gefahren, wo ich seit dem morgen in dem ich Augsburg verlassen hab zum ersten mal wieder duschen konnte :)
Diese Moeglichkeit hab ich aber erst nach einem kleinen Nickerchen wahrgenommen...
Mittlerweile bin auch an das kalte Wasser gewöhnt, und froh wenn es grad ueberhaupt fliessendes Wasser gibt. Aber dazu kommen wir spaeter.

Nach der Dusche wollte ich erstmal was essbares auftreiben, da ich verplant hab mein Fruehstueck am Vorabend bei Binh zu bestellen, ein wenig die Innenstadt abchecken und ein Internet Cafè aufsuchen um meine Fotos hochzuladen und an meinem Blog zu basteln. Also hab ich meine Kamera ausgepackt und bin ein bisschen durch die Gegend gelaufen...

Das ist die Strasse zu Thidas House, sie ist nichtmal in der Karte von Siem Reap eingezeichnet. Hier sieht man oft Huehner und Hunde und kleine Kinder beim spielen.
Wenn man nach oben schaut ist es doch eigentlich ganz schoen.. Das kranke an der ganzen Sache ist dass genau in der selben von Armut gepraegsten Strasse auch sowas steht..
Die Innenstadt von Siem Reap ist nicht das wirkliche Kambodscha. Es ist ein Touristencenter und von Touristen abhaengig, die Pub Street, die vielen Geschaefte...alles Orte wo taeglich viel Geld rausgeworfen wird, waehrend 10km weiter eine Person mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen muss.

 Auch wenn hier die Hoelle los ist hat die Stadt doch acuh ihre schoenen Seiten...
Ich war an diesem Tag viel im Internet unterwegs und bin staendig mit dem Tuk Tuk von einem Internet Cafè zum anderen gefahren und ich hatte nirgendwo die Moeglichkeit meine Bilder hochzuladen. Nach circa 4 Versuchen hab ich einen circa 14 Jahre alten Khmer der in einem Juweliersgeschaeft arbeitet gefragt, wo denn das naechstbeste Internet Cafè zu finden sei. In erstaunlich gutem Englisch (eher unueblich fuer Khmer) beschrieb er mir den Weg zur Angkor Mall, einer kleinen aber gut besuchten Shopping Mall, mit der Emphelung dasses dort Kambodschas beste Pizza gaebe. Dankend nahm ich mir vor gleich einen Versuch zu starten und machte mich auf dem Weg zur sagenhaften Pizza Company. 
Zuerst einmal war ich schockiert von den westlichen Preisen, aber das war mir dann acuh schon egal denn ich wollte unbedingt einmal Kambodschas beste Pizza essen. Und sie sah auch wirklich dannach aus...
Ich hab die Tom Yum Kung Version ausprobiert mit Kaese, Mushrooms und Shrimps. Es hat zunaechst wie der Himmel geschmeckt aber irgendwann sind mir die Shrimps auf den Sack gegangen und ich musste sie von der Pizza reissen. Normalerweise ess ich echt gerne Shrimps aber mir kams so vor als wuerde der Zitronige Geschmack nach einiger Zeit garnicht zu den anderen Zutaten passen. Aber ich konnte das alles mit einem Purple Strawberry Soda runterspuelen. Fuer alles zusammen hab ich 11 Dollar bezahlt und das is wirklich krass teuer in Vergleich zu anderen Lokalen in Siem Reap. Das ist wie Amerika blos cooler :)

Da es schon dunkel war entschied ich mich zurueck zu Thida's House zurueck zu fahren. Der Tuk Tuk Fahrer verstand aber auch nur: Thida Gue Houe (khmer englisch. Thida's Guest House). Nja was darauf passierte war ein Erlebnis fuer sich, aber von der Mall nach Hause ist es ein Weg von ungefaehr 3 Minuten...normalerweise...

 90 Minuten spaeter war ich dann endlich da und hab eine Menge gesehn. Ich war bei Thidas Guest House, Thidas Restaurant, in den Slum Gebieten in der Innenstadt in der Hotel Area usw. ich hab eigentlich die ganze Stadt gesehn. Warum? Ich hab vergessen mir die Adresse von Thida's House zu merken, also sind wir unterwegs noch ins Internet Cafe gegangen um sie zu googlen.
Der Fahrer wusste aber auch damit nich anzufangen obwohl er auf dem weg circa 10 Leute angerufen hat und 15 auf der Strasse gefragt hat. Irgendwann hab ich einen Weg gesehn der mir bekannt vor kommt und dann haben wirs dann auch endlich geschafft. Dannach hat sich die Frage gestellt ob er die verlangte 4 Dollar aufgrund seiner Inkompetenz verdient hat oder ob er aufgrund meiner Inkompetenz soviel Arbeitszeit einbuessen musste und somit die 4 Dollar verdient haette. Aber ich wusste nichts ueber den Mann, er war sehr freundlich und vielleicht hatte er ja Familie. Tuk Tuk Fahrer sind nicht gerade die reichsten und so gab ich ihm die 4 Dollar mit nem Laecheln im Gesicht.

Kaum im Zimmer angekommen bin ich auch schon ins Bett gefallen und eingeschlafen.











Sonntag, 13. November 2011

Welcome to Siem Reap

 First Steps in Cambodia


Als ich den coolsten Flughafen den ich je gesehn hab verlies warte auch schon ein Khmer vor der
Flughafentür mit einem Label von Interweave. Wir stellten uns kurz vor und sind dann mit dem Tuk Tuk ( typisch kambodschanisches Fahrzeug: Eine rollende Kabine die von einem Motorroller gezogen wird)zu Thida's House gefahren. Auf dem Weg sah man deutlich die Armut des Landes, aber es sind mit auch viele coole Sachen begegnet. Hier ist alles anders als im Westen: Kühe und Hühner laufen auf den Straßen neben Tuk Tuks und Mofas umgeben von kambodschanischem Grün und schwülem Wetter. Dort angekommen hat mich Annemarie, die niederländische Koordinatorin von Interweave erwartet sowieein dunkelroter kleiner Hutund mir eine kleine Führung durchs Haus gegeben. Die Zimmer sind eigentlich voll okay.



Nach der Führung durchs Haus war ich allein und hab versucht ins Internet zu kommen und bisschen Kontakt nach Deutschland aufzunehmen bis die ersten Voluntäre angeklopft haben um sich vorzustellen. Geplant war eine Art Show zu besuchen aber ich bin dann eingeschlafen bis mich Ninka, eine Freiwillige die sich zuvor bei mir vorgestellt hat zu Tisch gerufen hat. Es gab ein hervorragend gekochtes Campingessen und viel Wein, Bier und Eiscreme. Dort hab ich auch neue Leute kennengelernt und auf einmal war ich nicht mehr allein :)

Später kam mein Zimmergenosse Jamie von seinem Ausflug zurück und wir haben uns dazu entschieden weg zu gehen...

Pub Street

Jamie und ich sind also mit dem Fahrrad in die Pub Street gefahren, wo wir uns an der Temple Bar noch mit ein paar anderen Voluntären die nicht in Thida's House wohnen, getroffen haben. Die Kokain - Angebote ignorierend bestellten wir unsere Getränke. Die Preise sind göttlich. Für ein Angkor Draft Beer ( welches fantastisch schmeckt ) zahlt man hier 0,50US$ und für 4US$ kriegst du hier 2 Cocktails deiner Wahl und für 8US$ einen 1l pitcher Cocktail und ein T-Shirt. Nach circa 3h haben wir uns entschlossen die Location zu wechseln und sind ins gegenüber liegende Angkor What? ("promoting irresponsible drinking since 1984") gegangen. Die Gruppe bestand aus Jacky, einem supercoolen Khmer der mir den freshesten Handschlag überhaupt beigebracht hat, Gemma aus England, Binh, eine Khmer aus dem Hause Thida, Jamie, mir und einer Crew von Voluntären deren Namen ich vergessen hab. Die Getränke im Angkor What?!
waren der Hammer. Ich probierte einen Absynth mit der Beschreibung "guaranteed to blow your mind away" was sich auch als wahr erwiesen hat. Obwohl man in den Clubs rauchen darf wollt ich kurz an die frische Luft und mir dort eine anzuzünden. Ein Khmer hat mich dann auch gleich gefragt ob ich high werden will und mir alles angeboten was ich kenn. Ich hab mich fürs Grüne entschieden und wir sind in eine Seitenstraße gefahren um den Deal zu machen. Stolze 8-10g für 20US$!

Zurück in der Pub Street hab ich mich wieder meiner Gruppe angeschlossen und wir sind wieder rüber in die Temple Bar. Irgendwann bin ich total verschwitzt und hackedicht
Jemma übern Weg gelaufen der man die Party genauso im Gesicht ablesen konnte wie mir. Sie sah mich an und sagte nur:"Welcome to Siem Reap"

Gegen halb 5 sind wir dann ins nächste Lokal marschiert, allerdings nur um zu essen. Und hier sind wir nach meinen Sünden im Flugzeug und beim Abendessen zum letzten Punkt meiner Fleischfresserkarriere gekommen, zum besten Döner den ich je gegessen hab. Feuriges, zartrosanes Putenfleisch auf frischem Salat in einem knusprigen Fladenbrot. Das scharfe Fleisch wird von der beigesellten Soße ( <3 )aus mir unbekannten Zutaten abgelöscht...

Da Thida's Haus von 3-6Uhr zugesperrt ist mussten Jamie und ich im Guest House der Mädels übernachten. Meine letzten Energiereserven gingen für die nächtliche Fahrradfahrt durch die Straßen und Gassen von Siem Reap drauf. Und so kam es, dass ich endlich Zeit dafür hatte die vielen Eindrücke und Erlebnisse an meinem ersten Tag in Kambodscha zu verarbeiten.